Kapelle St. Johannes Nepomuk Holzem

Holzem Kapelle_Renate Pütz (c) Renate Pütz

Um 1100 ließ sich in Holzem eine Ritterfamilie nieder, die
sich von Holtzheim nannte, die Ritter waren Burgmannen
(Lehnsleute) der Grafen von Are und hatten die Pflicht, die
Burg in Altenahr in Kriegszeiten zu schützen. 1148 stellte
Abt Nikolaus I. der Benediktiner-Abtei auf dem Michaelsberg
in Siegburg eine Urkunde aus, in welcher der Ort
Holzheim genannt wurde. Die Bezeichnung des südlich von Villip in einer Bachniederung gelegenen Ortes Holzem bezieht sich demnach auf den Waldreichtum im Umkreis der Ortschaft. Der nahe bei Holzem gelegene Wachtberg hieß noch um 1800 „Holzheimer Busch“. Das Wort „Holzem“ erscheint zuerst als Sprachstufe der deutschen Sprache 1050 und bedeutet „Wald und Gehölz“. 1696 wird in Holzem eine Kapelle beurkundet.

Die derzeitige Kapelle wurde laut Inschrift über dem Eingang
1744 von dem in Holzem aufgewachsenen, damals in der Hofkapelle von Erzbischof und Kurfürst Clemens August in Bonn tätigen, später international berühmten Tenor Anton Raaff (1714-1797) gestiftet, daher wird die Kapelle auch „Raaff-Kapelle“ genannt. Anton Raaff war der Sohn eines Gudenauer Burgverwalters.

Die Kapelle, 1977 renoviert, ist der Heiligen Dreifaltigkeit
und dem hl. Johannes Nepomuk geweiht, dessen Statue
über dem Eingang in einer rundbogigen Muschelnische
steht. Johannes Nepomuk war Generalvikar des Erzbischofs
von Prag, als dessen Vertrauensmann wurde er in einem Streit des Erzbischofs mit König Wenzel IV. am 20. März 1393 von der Prager Karlsbrücke in die Moldau gestürzt, daher zieren bis heute steinerne Statuen des Hl. Johannes Nepomuk zahlreiche Brücken. Den 16. Mai, den Namenstag des hl. Johann Nepomuk, begeht man
in Holzem mit einer Festmesse.

(aus: H. P. Schiffer, Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Wachtberg, Kall 2019, S. 115ff.)

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