Messdiener? Was ist das eigentlich?

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Was sind denn Ministranten oder Messdiener eigentlich genau, habt Ihr Euch vielleicht schon einmal gefragt? Wir erklären Euch in diesem Beitrag, was es damit auf sich hat.

Was bedeutet „Ministrant“?

Das Wort „Ministrant“ kommt ursprünglich von dem lateinischen Begriff „ministrare“ und heißt in die deutsche Sprache übersetzt: „dienen“. Somit heißt Ministrant übersetzt „Diener“, was auch seiner Funktion entspricht, nämlich den Pfarrer im Gottesdienst als Altardiener zu unterstützen bzw. zu assistieren.

Übrigens waren auch viele Prominente aus Fernsehen und Politik in Ihrer Kindheit und Jugend Messdiener wie z. B. Stefan Raab, Harald Schmidt, Thomas Gottschalk, Horst Seehofer und viele andere.

Auch andere Kirchen kennen Ministranten wie die orthodoxen Kirchen, die anglikanische Kirche, die altkatholische Kirche sowie etliche evangelischen Kirchen.

Der Messdienst wird zumeist von Kindern und Jugendlichen ausgeübt, an einigen Orten (z. B. in Bischofskirchen) aber auch von Erwachsenen. Bevor jemand zum Altardienst zugelassen wird, ist es außerdem häufig üblich, vorher eine Art Ausbildung zu machen, um so alles Wichtige rund um den Messdienst zu erlernen: Dazu gehören z. B. die einzelnen Aufgaben, die wichtigen Zeiten und Feste im Kirchenjahr, den Ablauf der verschiedenen Gottesdienstformen sowie diverse Zeichen und Symbole.

Verschiedene Aufgaben und Dienste der Ministranten

Im Gottesdienst übernehmen die Messdiener eine Reihe von Aufgaben als Assistenten des Pfarrers (Priester) sowie auch als Vertreter der Gemeinde.

Folgende Aufgaben bzw. Dienste sind allgemein gebräuchlich:

    Altardienst (Akolythen)

    Fackelträger (Ceroferar)

    Kreuzträger (Crucifer)

    Rauchfassträger (Thuriferar)

    Schiffchenträger (Navicular)

    Oberministrant (Zeremoniar)

    Mitraträger (Mitrafer)

    Stabträger (Baculifer)

    Lektor (Lectoratus)

Die Gewänder der Messdiener

Im Verlauf der Geschichte hat es sich für den Gottesdienst eingebürgert, dass die Messdiener eine spezielle Kleidung tragen: Als Untergewand einen roten oder schwarzen Talar und darüber das so genannte Rochett (auch teilweise als Chorhemd bezeichnet).

Mancherorts ist es zudem üblich, über dem Rochett noch eine so genannte Mozetta (ist eine Art Kragen) in rot, schwarz oder der entsprechenden liturgischen Tagesfarbe zu tragen.

Zur Geschichte des Messdienstes

Den Ministrantendienst gibt es schon seit etwa dem 8. Jahrhundert, als es für den Priester üblich wurde, täglich eine Heilige Messe zu feiern. Hierzu ordnete die Kirche in den Synoden von Mainz 813 und Paris 829 an, dass für die Feier einer Messe wenigstens ein Ministrant anwesend sein musste.

Dazu wurden dann in der Regel Jungen (Mädchen durften damals noch nicht ministrieren) ausgewählt, die später auch Priester werden sollten. Diese wurden dann auch in Liturgie und Latein geschult, um auf diese Weise auf die spätere Priesterweihe vorzubereiten.

Wie sind Ministranten organisiert?

In der Gemeinde bilden die Messdiener häufig eine feste Gemeinschaft und sind oft auch deren größte Jugendgruppe. Dazu trifft man sich zu Gruppenstunden, unternimmt gemeinsame Ausflüge und hilft beim Organisieren von Kirchen- und gemeinnützigen Festen.

Auch innerhalb des Dekanats oder Bistums sind die Ministranten organisiert: Es werden gemeinsame Ausflüge, Wallfahrten, Ministrantentage, Fortbildungen oder sportliche Turniere veranstaltet.

Außerdem gibt es die Internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom sowie die Zentren für Messdiener auf Katholikentagen und den Weltjugendtagen.

Video: Ministranten

Quelle: katholisch.de

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