Kapelle Kürrighoven

Kü Kapelle_Renate Pütz (c) R. Pütz

Die Kürrighovener Siedlungsgeschichte ist durch drei ehemalige Klosterhöfe unterschiedlicher Klöster geprägt. Für die St. Scholastika Kapelle, an der Kürrighovenerstraße / Ecke Cäciliengasse gelegen, ist der Werther Hof von Bedeutung. Auf Betreiben des Kölner Erzbischofs Friedrich I. und Klostergründers ( Erzbischof von 11001131), erwarb das Benediktinerinnenkloster Nonnenwerth wahrscheinlich 1134 diesen Hof. Er wurde mit der Zeit zum größten Hof des Klosters. Wie im Schlussstein über der Tür zu lesen ist, wurde um 1730 dann die Kapelle aus Trachytbruchstein erbaut. Die heilige Scholastika ist die Patronin und Stifterin des Benediktinerinnenordens und so erhielt die Kapelle ihre Schutzheilige. Die Äbtissin Benedikta des Nonnenwerther Klosters (Mitte des 18 Jh.) übte die Gerichtsbarkeit auch in Kürrighoven aus.

Fern des Klosters war die Kapelle wichtig für ihr Gebet und wurde wahrscheinlich für sie errichtet. Seit 1781 wird die kleine, aus dem Innenraum zu bedienende, Glocke bis in die Gegenwart zur Feier des Patroziniums geläutet. Im Innenraum befinden sich zwei Figuren: die heilige Scholastika, hölzern, aus dem 19. Jh. und eine Christusfigur aus Gips, um 1900 entstanden. Lange war die Kapelle mit Kniebänken aus dem späten 18 Jh. ausgestattet. Erst vor wenigen Jahren wurde die letzte, in die Jahre gekommene, Bank eingelagert und durch der Zeit und der jetzigen Nutzung angepaßte Stühle ersetzt. Der Boden der Kapelle ist mit im 19. Jh. innovativen „Mettlacher Platten” ausgelegt. Diese Tonplatten wurden in einem damals neuen, Farbigkeit ermöglichenden Verfahren in Mettlach / Saarland hergestellt. Sie sind bis heute gut erhalten. Bis zur Säkularisation, der staatlichen Nutzung beziehungsweise Inbesitznahme kirchlicher Güter durch den Staat, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, blieb der Hof mit der Kapelle im Besitz des Nonnenwerther Klosters.

Bei der dringend notwendig gewordenen kompletten Renovierung 1993 kam, unter einigen Schichten Farbe, der heute noch zu bestaunende Altartisch aus 1586 zum Vorschein. Das hohe Alter dieses Altars war für alle eine große Überraschung. Zur Orientierung: nur wenige Jahre später begann die Zeit Shakespeares berühmter Theaterstücke. Der heutige Altaraufbau stammt aus dem 18. Jh.. Im Nachgang der Renovierung erhielt die Kapelle zwei neue Bleiglasfenster. Sie zeigen zum einen die heilige Scholastika mit dem heiligen Benedikt und zum anderen die heiligen Drei Könige beim Christuskind. Aussen im Giebel über der Tür ist eine Auferstehungszene in einer dem Originalholzrelief (17 . Jh.) nachgebildeten Darstellung zu sehen. Heute steht die Tür interessierten Besuchern oft offen. „Ich habe eben noch gebetet, dass NN bald wieder aus dem Krankenhaus kommt!”, hört man im Dorf. Und in der Weihnachtszeit kann die liebevoll gestaltete, die ganze Kapelle füllende Krippe bewundert werden.

Renate Pütz

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