Kirche St. Georg in Fritzdorf

St. Georg Fritzdorf Foto E. Anders (c) E. Anders

Eine Pfarrkirche zu Fritzdorf wird erstmalig urkundlich 1292 genannt. Sie ist eine der uralten Marienkirchen, die der römisch-fränkischen Epoche angehören. Wohl frühestens im 11. Jahrhundert, zur Zeit der Kreuzzüge, wurde der hl. Georg zweiter Patron. Der hl. Sebastian ist evtl. erst im 16. Jahrhundert, zur Zeit der Pest, als Nebenpatron hinzugekommen.

Noch im 18. Jahrhundert war die Tradition lebendig, dass die Kirche ursprünglich eine Marienkirche war, das zeigt die Inschrift von 1718/19, die Weihe der neuen Kirche und ihrer Altäre 1724. 1724, am St. Georgsfest, das auf den Weißen Sonntag fiel, wurde die neue Kirche laut Bestellung des Apostolischen Nuntius durch den Abt von Steinfeld feierlich eingeweiht. Im Inneren der Kirche unterschieden sich die barocken Altaraufbauten nur wenig von denen in Villip und Adendorf. Der Hochaltar wird 1758 "St. Georgsaltar" genannt. 1904 wurde er zusammen mit den beiden Seitenaltären, für je 3 Mark als Brandholz verkauft. Der jetzige neugotische Altar, ein Geschenk von Pastor Knauff, wurde 1906 konsekriert.

ln den Jahren 1957/58 wurde die Kirche generalüberholt. Im Zuge der Renovierung wurden zur Gewinnung eines geschlossenen Raumbildes die neugotische Kanzel, Kommunionbank und die Aufbauten der Nebenaltäre entfernt.

Der Aufbau des Hauptaltars ließ sich wegen der Asymmetrie des mittleren Rundfensters nicht entfernen. Die Altäre wurden in steingrauer Farbe gestrichen. Der Hochaltar enthält ein komplexes Bildprogramm, das Tabernakel zeigt die Verkündigung Mariens, auf den großen Tafeln die Geburt und die Auferstehung des Heilands. ln der Fastenzeit werden diese Flügel aufgeklappt und zum Vorschein kommen im Halbrelief Szenen aus der Passionsgeschichte, Jesus und die schlafenden Jünger in Getsemani, die Geißelung, die Verhöhnung und der Kreuzweg mit den klagenden Frauen: Sehr schön gearbeitete Szenen mit einer eigenen Dramatik. Darüber auf dem Hochaltar links und rechts die Männer des Alten Testaments: Mose mit den Gesetzesbüchern und Elija mit dem Stab des Propheten, überthront von der großen, beherrschenden Figur des Gottessohns- huldvoll grüßend mit dem plastisch herausgearbeiteten Herzen Jesu auf der Brust. Die Figuren an den Seitenwänden sind - auf der Frauenseite - Maria Magdalena, die heilige Katharina, die wertvolle Barbara- Statue. Auf der anderen Seite St. Georg, Johannes der Täufer, der Moselheilige Potentinus und der hl. Hermann-Josef.

Der Kirchturm war spitz, bis er am Abend des 4. Februar 1945 in Flammen aufging. Ein Hagel von Brandbomben prasselte auf Kirche und Umgebung, sodass 25 Scheunen und viele Häuser lichterloh brannten. Das gedrungene Zeltdach des Kirchturms ist heute das Wahrzeichen von Fritzdorf. Ja, es ist gut, in dieser Kirche zu sein, die trotz der Umgestaltungen und Ergänzungen einen stimmigen, ja harmonischen Eindruck auf die Besucher macht, die neogotischen Kirchenfenster im Altarraum mit Maria und Josef, denen auch die Seitenaltäre gewidmet sind, tragen dazu bei. Erwähnt sei schließlich noch der aus einem Block geschlagene Taufstein mit der Jahreszahl 1200, Künder einer längst vergangenen Vorzeit - auch der heutigen, fast dreihundert Jahre alten Georgskirche.

Wolfgang Kündgen und Manfred Sieburg

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